...

Was kostet eine Landingpage? Kostenfaktoren richtig kalkulieren

Die Frage „Was kostet eine Landingpage?“ lässt sich nicht seriös mit einem einzigen Pauschalpreis beantworten. Eine Landingpage kann eine kompakte Angebotsseite mit einem Formular sein – oder eine technisch und inhaltlich anspruchsvolle Kampagnenseite mit Tracking, individuellen Grafiken, mehreren Formularschritten, A/B-Tests und Google-Ads-Anbindung.

Für die Kosten ist deshalb nicht entscheidend, dass die Seite nur „eine Unterseite“ hat. Entscheidend ist, wie viel Konzept, Inhalt, Technik und Conversion-Optimierung in dieser einen Seite steckt.

Was ist überhaupt eine Landingpage?

Eine Landingpage ist eine Zielseite mit einem klar definierten Zweck. Nutzer sollen dort möglichst ohne Umwege eine bestimmte Handlung ausführen, zum Beispiel:

  • Anfrage senden,
  • Termin buchen,
  • Angebot herunterladen,
  • Produkt kaufen,
  • Rückruf anfordern,
  • für eine Veranstaltung registrieren.

Eine gute Landingpage ist deshalb stärker fokussiert als eine normale Unternehmensseite. Navigation, Inhalt und Call-to-Action werden auf eine konkrete Zielgruppe und Kampagne abgestimmt.

Welche Faktoren bestimmen die Landingpage-Kosten?

1. Ziel und Conversion

Je klarer das Ziel, desto einfacher lässt sich die Seite planen. Ein einzelnes Kontaktformular ist weniger komplex als eine mehrstufige Leadstrecke mit Qualifizierungsfragen, Kalenderbuchung und CRM-Übergabe.

2. Konzept und Seitenstruktur

Vor dem Design muss geklärt werden, welche Informationen ein Nutzer benötigt, bevor er konvertiert. Dazu gehören Reihenfolge, Nutzenargumente, Einwände, Trust-Elemente, FAQs und CTA-Positionen.

3. Texte und Copywriting

Eine Landingpage lebt nicht nur vom Design. Überschrift, Nutzenversprechen, Leistungsbeschreibung und CTA müssen zur Suchintention bzw. Anzeige passen. Wenn Texte neu recherchiert und geschrieben werden müssen, steigt der Aufwand gegenüber einer Seite mit bereits fertigem Content.

4. Individuelles Design

Ein vorhandenes Designsystem kann den Aufwand reduzieren. Eine komplett individuelle Kampagnenoptik mit neuen Grafiken, Icons, Animationen oder Illustrationen benötigt deutlich mehr Arbeit.

5. Fotos, Videos und Medien

Eigene Produkt-, Team- oder Businessfotos können den Trust deutlich erhöhen. Werden Fotoshooting, Video, Drohne oder individuelle Grafiken benötigt, gehören diese Leistungen zur Gesamtkalkulation.

6. Formulare und Leadqualifizierung

Ein Formular mit Name, E-Mail und Nachricht ist technisch einfach. Komplexer werden:

  • mehrstufige Formulare,
  • bedingte Felder,
  • Dateiuploads,
  • Terminbuchung,
  • Spam-Schutz,
  • CRM- oder E-Mail-Integration,
  • automatische Bestätigungen.

7. Tracking und Consent

Wenn die Landingpage für Google Ads oder andere Kampagnen eingesetzt wird, sollten Conversions sauber messbar sein. Je nach Setup können Analytics, Tag Manager, Consent Mode, Anruftracking oder erweiterte Conversions relevant sein.

8. SEO

Nicht jede Landingpage muss organisch ranken. Für dauerhaft indexierte Leistungsseiten sind Title, Meta Description, H1, interne Links, Canonical, strukturierte Inhalte und Suchintention wichtig. Reine Kampagnenlandingpages können dagegen andere Prioritäten haben.

9. PageSpeed und mobile Optimierung

Bei bezahltem Traffic kostet jeder Besucher Geld. Eine langsame oder mobil schlecht bedienbare Landingpage kann deshalb direkt Conversion-Potenzial verschwenden. Bilder, Fonts, Skripte, Formulare und Tracking sollten technisch sauber umgesetzt werden.

10. Tests und Optimierung

Die erste Version ist nicht zwingend die beste Version. A/B-Tests, Heatmaps, Formularanalyse und Conversion-Auswertung können nach dem Launch zusätzliche Arbeit verursachen, aber gleichzeitig den wirtschaftlichen Nutzen der Kampagne erhöhen.

Welche Landingpage-Typen verursachen unterschiedlich viel Aufwand?

TypTypischer Aufwand
Einfache Lead-Seitebestehendes Design, kurzer Content, ein Formular
SEO-LeistungslandingpageKeyword-/Intent-Recherche, umfangreicher Content, interne Verlinkung
Google-Ads-LandingpageAnzeigen-/Keyword-Abgleich, Tracking, hohe Conversion-Fokussierung
Recruiting-LandingpageArbeitgeberbotschaft, Stelle, Bewerbungsformular, Fotos/Video
Produkt-/Launch-Landingpagestarke Medien, Produktargumentation, Tracking, eventuell Checkout
Mehrstufiger Lead-FunnelFormularlogik, Qualifizierung, Integrationen, Automatisierung

Welche Kosten entstehen einmalig?

Typische einmalige Projektbestandteile sind:

  • Briefing und Zieldefinition,
  • Recherche und Seitenkonzept,
  • Texterstellung,
  • Design und Umsetzung,
  • Bild-/Medienaufbereitung,
  • Formular- und Tracking-Einrichtung,
  • SEO- bzw. Ads-Landingpage-Abstimmung,
  • Tests vor dem Launch.

Welche laufenden Kosten können hinzukommen?

  • Hosting und Domain, sofern nicht bereits vorhanden,
  • Plugin- oder Tool-Lizenzen,
  • Wartung und Sicherheitsupdates,
  • Tracking-/Calltracking-Dienste,
  • A/B-Test- oder Analysewerkzeuge,
  • laufende Conversion-Optimierung,
  • Werbebudget bei Google Ads oder Social Ads.

Landingpage auf bestehender Website oder separat?

Eine Landingpage innerhalb einer vorhandenen WordPress-Website kann bestehendes Hosting, Designsystem, Tracking und technische Infrastruktur nutzen. Eine vollständig getrennte Kampagnenumgebung kann dagegen zusätzliche Einrichtung erfordern.

Eine separate Domain ist für eine Landingpage nicht automatisch sinnvoll. Oft ist eine sauber integrierte URL auf der bestehenden Unternehmensdomain technisch und organisatorisch einfacher.

Warum „eine Seite“ trotzdem teuer sein kann

Der Preis einer Landingpage hängt nicht von der Anzahl der URLs ab, sondern vom Arbeitsumfang. Eine einzige Seite kann mehr Konzept- und Entwicklungsaufwand benötigen als mehrere einfache Standardseiten.

Beispiel: Eine Kampagnenseite mit eigenem Shooting, Video, Conversion-Tracking, mehreren Formularschritten, CRM-Integration und A/B-Test ist technisch und strategisch ein eigenes Marketingprojekt.

Was sollte im Angebot klar ausgewiesen sein?

  1. Konzept und Umfang,
  2. Anzahl der Korrekturrunden,
  3. Texte inklusive oder vom Kunden geliefert?
  4. Bilder/Grafiken inklusive?
  5. Formularumfang,
  6. Tracking und Consent enthalten?
  7. mobile Optimierung enthalten?
  8. SEO oder Google-Ads-Abstimmung enthalten?
  9. Lizenzen und laufende Kosten,
  10. Wartung nach Fertigstellung.

Landingpage für Google Ads: Kosten nicht isoliert betrachten

Bei Google Ads sollte die Landingpage als Bestandteil der Kampagne betrachtet werden. Eine günstige Seite mit schlechter Conversion kann auf Dauer teurer sein als eine hochwertigere Seite, weil dauerhaft Werbebudget auf unzureichende Nutzerführung trifft.

Unser Grundlagenartikel Google SEA erklärt das Zusammenspiel aus Anzeige, Landingpage und Conversion.

Was sollte ein Landingpage-Kostenrechner abfragen?

Ein sinnvoller Rechner sollte nicht einfach einen Fantasiepreis nach Anzahl der Abschnitte ausgeben. Relevante Eingaben wären beispielsweise:

  • bestehende Website vorhanden?
  • Designsystem vorhanden?
  • Texte vorhanden oder neu erstellen?
  • Anzahl und Komplexität der Formulare,
  • Terminbuchung erforderlich?
  • CRM-/E-Mail-Integration?
  • Tracking/Tag Manager/Consent erforderlich?
  • Google Ads oder organisches SEO als Hauptzweck?
  • eigene Fotos/Videos vorhanden?
  • individuelle Grafiken oder Animationen?
  • A/B-Tests gewünscht?
  • Wartung nach Launch?

Aus diesen Angaben ließe sich ein belastbarer Aufwandsscore bzw. eine Projektklasse ableiten. Für eine individuelle Kalkulation müsste anschließend geprüft werden, welche Systeme und Inhalte bereits vorhanden sind.

Wie kannst du Landingpage-Kosten reduzieren?

  • klare Ziele vor Projektstart definieren,
  • bestehendes Corporate Design nutzen,
  • Inhalte und Freigaben rechtzeitig bereitstellen,
  • unnötige Integrationen vermeiden,
  • eine Conversion priorisieren statt viele Ziele zu mischen,
  • bestehende WordPress-/Tracking-Infrastruktur sinnvoll wiederverwenden.

Wann lohnt sich eine professionelle Landingpage?

Vor allem dann, wenn die Seite direkt Umsatz, Leads oder Bewerbungen erzeugen soll und laufend Traffic erhält. Je höher Werbebudget, Auftragswert oder Leadwert, desto stärker wirkt sich die Qualität der Landingpage wirtschaftlich aus.

Fazit

Eine Landingpage kostet nicht deshalb mehr oder weniger, weil sie nur aus einer URL besteht. Entscheidend sind Ziel, Content, Design, Formulare, Tracking, Integrationen und Conversion-Anforderungen. Ein seriöses Angebot sollte deshalb den tatsächlichen Projektumfang kalkulieren statt einen pauschalen „Preis pro Seite“ zu nennen.

Für allgemeine Website-Projekte findest du ergänzend unsere Übersicht zu Website-Kosten und die Leistungen unserer Webdesign Agentur.